#schrankhüter

Shopping mit Verstand

Schrankhüter

Wer kennt sie nicht, die elenden Schrankhüter. Man kauft sie, oft haben sie sogar viel Geld gekostet. Letztendlich zieht man sie aber nur einmal oder womöglich keinmal an und sie bleiben mit Etikett im Schrank liegen. Es ist oftmals noch nicht mal so, dass es ein Teil ist was einem nicht gefällt. Sondern oft stimmt irgend etwas Anderes nicht damit. Es sitzt nicht richtig oder es gibt dann doch nicht den richtigen Anlass dazu. Man hat es bei Jemand Anderem gesehen, da sah es top aus, doch selbst fühlt man sich dann nicht so, wie man es bei dem Anderen wahrgenommen hat. Es ist zu klein oder zu groß, weil man es lieber in der falschen Größen anstatt gar nicht kauft. Vielleicht ist auch das Material furchtbar, man schwitzt oder es knittert ständig.

Ich zum Beispiel habe ein ganz wunderbares Kleid. Jedoch aus 100% Baumwolle. Ich Bügel es zuhause und nur auf dem Weg allein, im Auto oder in der Bahn wird es schon knitterig. Ich denke mir immer, Mensch ich hab es doch gebügelt aber dieses Kleid hat noch niemals Jemand glatt zu Gesicht bekommen außer ich selbst nachdem ich es vom Bügelbrett genommen habe. Jetzt schaue ich mir das Kleid immer an, kann mich nicht davon trennen und warte auf den passenden Anlass, an dem ich mich definitiv nicht hinsetzten werde.

Shopping mit Verstand, sagt sich so einfach. Leider ist es bei den meisten bzw. bei überwiegend allen kaufenden Frauen so, dass sie Impulskäuferinnen sind. Heißt. Früher kaufte man Kleidung noch weil man sie „brauchte“= Bedarfskunde. Sprich ich brauche für einen bestimmten Anlass ein weißes Shirt, also kaufe ich ein weißes Shirt. Heute habe ich 100 weiße Shirts in allen möglichen Varianten. Oder man brauchte neue Schuhe, weil die Alten zu klein oder schon kaputt waren, also kauft man sich ein paar Schuhe und sah die ganze Sache sogar noch eher pragmatisch als modisch. Also gab es ein paar schlichte weiße Sneaker. Heute hat man im Schnitt 10 Paar Sneaker im Schrank in allen verschiedenen Variationen.

Der Impulskäufer, kauft sich etwas, weil er es entweder irgendwo gesehen hat oder weil er sich inspirieren lässt oder mit dem Trend gehen möchte. Viele kaufen auch Kleidung zur Bestätigung und für die Zufriedenheit. Im Job ist es gerade schwierig? Ja gut ich kaufe mir ein Kleid in dem ich bezaubernd aussehe und schon lässt es sich morgens zur Arbeit einfacher aufstehen. Ich zum Beispiel hatte einmal eine wichtige Präsentation. Natürlich ist man nervös und überlegt sich, wie man sich vorbereiten könnte. Ich habe mindestens die hälfte meiner Vorbereitungszeit damit verbracht zu überlegen was ich bei meiner Präsentation wohl anziehe.

Ich sage nicht dass diese Käufe nicht funktionieren aber es sind typische Impulseinkäufe. Sie werden von anderen Einflüssen gesteuert. Nie weil man etwas wirklich brauchen würde.

Impulskäufe passieren vor allem aus Inspiration. Sehe ich einen Tisch mit 10 verschiedenen Pullovern, alle zusammen auf einem Tisch. Werde ich mir innerlich nicht viel dabei denken, außer, ja gut ich brauche einen Pullover oder ich brauche keinen Pullover. Laufe ich jedoch an einer Figur vorbei auf der einer dieser Pullover aufgezogen ist, kombiniert mit einem längeren Lingerie-Shirt, dazu eine zerrissene Boyfriend und ein paar bezaubernden High Heels. Dann werde ich vermutlich nicht nur diesen Pullover kaufen, sondern vielleicht noch das Shirt, die Hose und die High Heels dazu.

Was ich damit sagen will. Ich weiß das es nicht einfach ist, keinen Blödsinn zu kaufen. Auch ich bin ein Opfer der Impulskäufe. Jedoch gibt es den ein oder anderen Tipp und diesen potenziellen Schrank Hütern aus dem Weg zu gehen.

Schrankhüter

1. Überlege dir, ob du so etwas vielleicht schon hast. Zum Beispiel das weiße T-Shirt.

2. Dann frage dich folgende Dinge. Brauche ich das wirklich? Wie oft ziehe ich das an und was würde ich tun, wenn ich das jetzt nicht kaufe? Alternativen suchen.

3. Kaufst du dir ein Teil, überlege direkt zu was du es kombinieren kannst. Schuhe, Pulli, Hose, Jacke, Alles.

4. Überlege dir verschiedene Anlässe zu dem du dieses Teil tragen könntest. Café trinken? Arbeit?Ein Date? Party? Shopping Tour? Ich hatte mir mal ein ganz ausgefallenes Kleid gekauft, welches ich zu einer ganz außergewöhnlichen Party anziehen wollte, falls sich eine ergibt. Diese ergab sich auch aber bis dahin wollte ich mir dann lieber etwas Neues dafür kaufen.

5. Kaufe in Kombination oder sogar in ganzen Outfits. Was meinen Job angeht, fahre ich mittlerweile nur noch diese Schiene. Ich habe verschiedene Outfits, die festgelegt sind. Also ein bestimmtest Oberteil und dazu ziehe ich immer diese Hose, diese Shirt, diese Schuhe und diesen Schmuck dazu an. Mir hat das meine morgendliche Routine unglaublich vereinfach. Man muss nicht so oft nachdenken. Je nach Saison Wechsel plane ich dann einen ganzen Shopping Tag an dem ich mir dann nur ganze Outfits für die Arbeit shoppe.

Allen Fehlkäufen für immer davon zu kommen halte ich für unmöglich. Man weiß manchmal auch nicht auf was man sich einlässt, z.B. ein Kleid was dann ständig hoch rutscht oder eine Hose die im sitzen zwickt.  Ich kann nur noch den Rat geben immer die Qualitäten kurz zu prüfen, 100% Baumwolle knittert gerne und Leinen hilft wenn es warm wird und Polyester am besten nur als Mischgewebe.

Und wenn gar nichts mehr hilft, muss man halt doch für einen Samstag auf dem Mädchen Flohmarkt mal ausmisten ;).

Love,
Blondiemittendrin

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