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#instagramtalk Bloggerevents #2

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Laut unserem Freund und Helfer Google bedeutet „Blogger“ Herausgeber oder Verfasser von Blog Beiträgen, weiterhin wird in den Berichten zu Bloggern durchweg von Texten gesprochen. Nun, wie kam es dann dazu, dass sich doch so viele „Blogger“ nennen. Nicht das dies eine beneidenswerte Bezeichnung wäre, letztendlich ist das jedoch die Herleitung des Begriffs. Ein Blogger war jemand der eine eigene Website hatte auf dem er Dinge die ihn bewegen berichtet, Mode, Autos, Reisen, Sport… Ich würde über den schmalen Grat einer eigenen Website sogar noch hinweg sehen, denn auch auf Instagram kann man mittlerweile gute und zusammenhängende Texte verfassen. Naja lange Rede, keinen Sinn. Der altbekannte Blogger ist mutiert zu einer Person des öffentlichen Lebens ohne Texte und einem erhöhten Anteil von Story Beiträgen – Blogger 2.0. Mit dem Wort Influencer wollen wir gar nicht erst anfangen aber zeitgleich mit dem Wort „Blogger“ poppten auch die BloggerEVENTS aus dem Boden.

„Blogger“-Events. Ich sehe die Ersten schon innerlich mit den Augen rollen und auch bei mir entwickelt sich so langsam eine zwiegespaltene Haltung dazu. Ein Haufen aufgedrehter Insta-Girls voll in ihrem Element. Die Outfits sind meist alle high Fashion auf H&M Niveau, doch gleicht es alles einer Soße von Persönlichkeit-losen Selbstverwirklichungen – quasi eine Shoppingtour mit dem Instagram Leitfaden: „das ist gerade InstaIn und das neue must-have-OOTD Outfit“. Zu Hause essen sie alle hinter der Kamera Fertigpizza und vor der Kamera stylisches Avocado Brot mit Verzierung und beim Bloggerevent kommt dann der Gourmet Koch zum Vorschein, „wie da gibt es nur Wraps?!?!“ „Gourmetsche“-Ansprüche aber zu schüchtern sich mal anständig mit Namen vorzustellen. Manchmal hat es, glaube ich auch einfach nur mit mangelnder Bildung oder
Ausbildung zu tun, raus aus dem Abitur und rein in YouTube, nicht einen Tag an der Front der öffentlichen Wirtschaft gearbeitet. Nicht zu verachten sind auch die Mädels bei diesen Events, die keine Schamgrenze kennen was Fotos angeht. Drücken erwachsenen Unternehmern, Restaurant Besitzern, Küchenchefs ihr Pinkes Einhorn Handy in die Hand mit den Worten „ich brauch mal bisschen Content“.

Natürlich soll auch das wieder nicht pauschal für alle gelten, sondern schlichtweg ein Erfahrungsbericht kritisch beleuchtet, darstellen. Ich glaube vielen ist auch gar nicht bewusst, was das für ein Bild darstellt, wenn man bei einem Bloggerevent durch die Menge schaut und durchweg entweder Mädels mit ausgestrecktem Arm und in die Kamera quatschend sieht oder in die Kamera posierend während sie versuchen ganz unauffällig ein Produkt in ihrer Hand zu platzieren oder auch wahnsinnig lustig wie es durch die Mengen immer „1, 2, 3…“ hallt. Wer verstehts? Na klar die Vorbereitung zum Boooooomerang. Eine wiederkehrende Bewegung die gefühlt die ganze Welt verändert hat, zumindest finden wir diese Form der Digitalisierung mittlerweile auf allen Events und durch alle Zielgruppen durch. Vom eigenen Chef, der auf 3 die Hüften schwingt bis hin zu ganzen Hochzeitsgesellschaften, Sportevents, Managertreffs und den Großeltern. Ich selbst bin übrigens auch ein #boomeranglover.
Manchmal frage ich mich nur, wie dieses eben beschrieben Bild wohl auf Personen des „normalen“ Lebens wirken muss. Eine Armaustreckende Bewegung, die sich alle zu einem Event versammeln und für diese Show noch mit prall gefüllten Goodiebags nach Hause gehen. Eine Bewegung die so abgedreht ist, das man sie für einzigartig hält. Tha von wegen, so oder so ähnlich sehen alle „Blogger“-Events aus, soll mir einer ein Event zeigen bei dem es nicht den „Armausstrecker“ oder den 1-2-3-Boomerang gibt.
Naja das ist ja etwas, was einen fast zum Schmunzeln bringt. Was schon weniger zum Lachen ist, ist die Dreistigkeit der Firmen die sich durch diese ganze SocialMedia Welt gefördert wurden. Firmen die so wenig Respekt vor dieser ganzen SocialMedia Welt haben, dass sie gezielt überlegen wie sie schnell einfach und günstig eines dieser Insta Girls für ihre Zwecke benutzen oder ausnutzen können. Auch ich musste schon diese Erfahrung machen. Vor allem Mädels die sich ihrer Reichweite und ihrem Marketing Wert leider gar nicht bewusst sind und sich auf jede Kooperation ein lassen, weil sie sich so sehr über PR-Sample freuen und damit gar nicht bewusst sind, dass sie damit den Marktwert eines Influencers schaden.

Naja manchmal merkt man nicht direkt was mit einem geschieht und letztendlich sind das alles Mädels die in ihrer Haut noch nicht fest drin stecken und sich natürlich auch als Influencer=Beeinflusser selbst beeinflussen lassen. Ja letztendlich muss man auch acht geben, dass man nicht ausgenutzt wird als Influencer. Man dreht sich um und auf einmal befindet man sich in der absoluten Werbeveranstaltung und wenn wir nicht aufpassen nutzen die Firmen das aus und wir sitzen in einem Jahr alle in Influencer Bussen auf dem Weg zu Werbeveranstaltungen die als Kaffeefahrten getarnt sind. Diese Metapher verstehen jetzt vermutlich auch nicht alle Generationen.
Ich habe schon wenige richtig bescheidene Blogger „Events“ erlebt und ich habe schon einige absolut Hammer-mäßige Events miterleben dürfen. Bisher konnte ich aber in der Summe immer wirklich positive Erlebnisse daraus mitnehmen. Schön ist, ich habe Dinge gegessen, die ich nie selber gekocht hätte und die ich mir im Restaurant nie bestellt hätte. Ich habe Dinge anprobiert, die ich mir vermutlich nie leisten könnte und wenn doch, habe ich dann festgestellt würde ich das Geld trotzdem nie dafür ausgeben. Ich habe auf der anderen Seite auch das Wort Qualität kennengelernt und weiß bei manchen Dingen jetzt
Qualität zu schätzen bei dem es mir zuvor vielleicht gar nicht so wichtig war, zum Beispiel bei Schmuck.

Ich habe bei diesen Events unter vielen beschissenen Unterhaltungen aber auch schon zwei Handvoll Unterhaltungen mit wirklicher Qualität gehabt und eine Handvoll Unterhaltungen die mein Leben verändert haben/mich umdenken ließen.

Schön ist, dass ich auf jeden Fall bei jedem einzelnen Event immer ganz wundervolle Menschen kennengelernt habe, denen ich auf anderen Wegen vielleicht nie begegnet wäre. Jedes Event bedeutet in irgendeinem Sinne auch Vorfreude und mittlerweile treffe ich einige Gesichter, man würde bei dem ein oder anderen vielleicht sogar schon Freunde sagen, immer wieder und solange diese Events als Get-together bei behalten werden gehe ich da auch mit Freude hin um immer neue Menschen kennenzulernen.

Love, Blondiemittendrin

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