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Instagram ein Zweischneidiges Schwert #1

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Da wacht man morgens auf und begeht bereits den Fehler sich beim Wachwerden von Instagramtalk berieseln zu lassen. Dann sind die ersten 3 Storys die einem automatisch nach einander angezeigt werden so richtige Instagram Autounfälle. Storys bei denen man nicht hin aber auch nicht wegschauen kann. Die Erste erzählt von der harten ungeschönte Wahrheit der Geburt ihres Kindes, während sie ihr Neugeborenes in der Hand hält. Als gäbe es in diesem Moment nichts Sinnvolleres als seine Community zu bespaßen und zum Anderen für eine Nicht-Mutter definitiv zu viel Realität. Die zweite erzählt von Beziehungsproblemen en détail. Auch einfach too much information. Die letzte Story war dann quasi die Päckchen-Quoten Story. Schließlich ist mittlerweile nahezu jedes 3. Video ein unpacking mit den Worten: „Da hat mich ein Paket erreicht, dass ich gerne mal mit euch zusammen öffnen möchte.“ Na klar!! Der Hersteller hat dich für das unpacking schließlich auch bezahlt. Das Werbezeichen wird aber oben ganz winzig in die Ecke gequetscht.

Ihr merkt schon, das war der richtige Start in den Tag, um diesen Text zu schreiben. Instagram verändert sich, mutiert zu einem Instagram 2.0. Früher wurden Trends über Instagram gesetzt, heute sind alle damit beschäftigt allen Trends von Instagram hinterher zu rennen. Manche eifern ihren Insta Idolen so nach, dass sie nur noch ein trauriger Real-Live Abklatsch ihrer „Idole“ werden. Viele versuchen die Scheinwelt von Instagram in ihre Realität umzusetzen, was einfach nicht möglich ist, da Instagram nicht real life ist. Was wiederum absolut in Ordnung ist. Allerdings kann es die User unglücklich machen, in dem sie dem unrealistischen Lifestyle nach eifern und dieses Leben versuchen in ihre Realität zu holen und wenn es nicht klappt, kommt das erste Gefühl der Unzufriedenheit. Hinzu kommt, das Instagram einem vorgaukelt man wäre immer total busy und immer nur unterwegs und überhaupt auch total beliebt bei allen und man hat natürlich auch ganz viele Freunde und kann sich immer den neuesten Shit leisten. Was für ein Bullshit. Ich kenne so viele InstaGirls, die wirklich so unfassbar viel Zeit in ihre Accounts stecken, und zwar von Zuhause aus … Allein. So viele Mädels die mit ihrer Kreditkarte shoppen gehen und nach den gemachten Fotos alles zurückgeben und leider auch ganz viele die über ihren Account unglaublich taff wirken, in der Realität jedoch sehr unsicher sind. Die Follower wissen oder sehen das nicht, weil man ihnen ja nur

den Einblick gewährt den man ihnen geben möchte. Der User, der sich aber einst nur berieseln lassen wollte und sich über einen kleinen Einblick in das Leben anderer gefreut hat, ist irgendwann frustriert und baut eine negative Haltung zu dem gesamten Instagram Konzept auf. Aus einem werden mehrere und aus mehreren wird ein schlechtes Image, welches sich zu Instagram nach und nach aufbaut. Natürlich soll das alles jetzt nicht zu pauschal von mir klingen. Es gibt viele Influencer die einen tollen Job machen, die tolle Accounts haben und es in meinen Augen auch richtig umsetzten. Allerdings gibt es aber noch mehr „Influencer“ die ein falsches Bild vermitteln.

Ich schreibe diesen Text, weil ich glaube in der Position zu sein dieses Thema von zwei Seiten beleuchten zu können. Ich werde so oft zu Instagram und seinen Hintergründen befragt, auch über öffentliche Wege wie bei den Fernseh-Dreharbeiten für den Hessischen Rundfunk, über die offene Fragerunden mit der McCann Group oder über Interviews zu Bachelor Arbeiten.

Instagram ist nicht „schlecht“, keines Wegs. Nur wird es meiner Meinung nach, von ein paar mehr und mehr falsch gelebt und falsch genutzt und da kann ich mich selbst auch nicht immer von frei sprechen. Ich bin immer bemüht mich wieder und wieder auf die Grundidee von Instagram zu besinnen und nicht in diese selbst verherrlichende Selbstdarstellung, vollgestopft mit Werbebannern abzurutschen. Instagram kann so viel mehr. Ich zum Beispiel, ich liebe es die Storys meiner Freundinnen anzuschauen bei Geburtstagen, bei denen ich einfach nicht dabei sein konnte. Ich liebe es Landschaftsbilder von Bekannten aus meiner Heimat anschauen zu können. Ich liebe es meine Brüder über Instagram auf Schritt und Tritt verfolgen zu können. Ich liebe es Einblicke in den romantischen Urlaub eines befreundetes Pärchen haben zu können und ich liebe es mir so richtig hungrig Inspiration für ein tolles Gericht holen zu können. Instagram ist da um sich berieseln zu lassen, um Menschen an deinem Leben Teil haben zu lassen, die vielleicht nicht in deiner unmittelbaren Nähe sind, um seiner Kreativität Raum und vielleicht auch Publikum zu geben.

Love,

Blondiemittendrin

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